Die Rechnung an einem Beispiel
Ein Split-Gerät mit 2,5 kW Kühlleistung und einer Effizienz (SEER) um 5 nimmt im Mittel etwa 0,5 kW elektrische Leistung auf. Bei einem Strompreis von rund 35 bis 40 Cent pro Kilowattstunde kostet eine Stunde Kühlen also etwa 18 bis 20 Cent. Läuft das Gerät an heißen Tagen acht Stunden, sind das rund 1,50 Euro pro Tag – über einen Sommer mit 60 solcher Tage etwa 90 Euro.
Wichtig: Ein Inverter-Gerät läuft selten auf Volllast. Ist die Zieltemperatur erreicht, regelt es herunter und braucht deutlich weniger als die Nennaufnahme – die reale Rechnung fällt daher oft niedriger aus als die Überschlagsrechnung mit Maximalwerten.
Was den Verbrauch wirklich treibt
Die größten Hebel, sortiert nach Wirkung:
- Zieltemperatur: Jedes Grad tiefer kostet spürbar mehr – 24 bis 26 °C sind meist der vernünftige Bereich
- Effizienzklasse des Geräts: SEER 6+ gegenüber SEER 4 senkt den Verbrauch um rund ein Drittel
- Dämmung und Verschattung: Rollläden tagsüber schlagen jede Optimierung am Gerät
- Gerätetyp: Monoblock-Geräte brauchen für dieselbe Wirkung grob das Doppelte
- Wartung: Verschmutzte Filter kosten Leistung und erhöhen den Verbrauch
Kühlen vs. Heizen mit demselben Gerät
Wer eine Split-Anlage mit Heizfunktion hat, nutzt denselben Wirkungsgrad-Vorteil im Winter: Aus einer Kilowattstunde Strom werden je nach Außentemperatur drei bis fünf Kilowattstunden Wärme. In der Übergangszeit ist das oft günstiger als die Gastherme – der Heizkostenrechner rechnet das für Ihre Wohnung durch.