Warum Büros mehr Kühlleistung brauchen

Neben Fläche und Sonneneinstrahlung zählt im Büro vor allem die innere Last: Jede Person erzeugt im Sitzen grob 100 Watt Wärme, ein Arbeitsplatz mit Rechner und Monitoren schnell weitere 150 bis 250 Watt. Bei dichter Belegung kommen so pro Quadratmeter deutlich höhere Werte zusammen als im vergleichbar großen Wohnzimmer – die Auslegung sollte das explizit berücksichtigen, nicht nur Fläche und Deckenhöhe.

Arbeitsstättenrichtlinie als Orientierung

Die Technischen Regeln für Arbeitsstätten (ASR A3.5) sehen eine Raumtemperatur bis 26 °C als Regelfall vor. Ab 26 °C sollen Arbeitgeber Maßnahmen wie Sonnenschutz prüfen, ab 30 °C sind wirksame Maßnahmen laut Gefährdungsbeurteilung verpflichtend – technische und organisatorische Maßnahmen haben dabei Vorrang vor rein personenbezogenen wie zusätzlichen Pausen. Ab 35 °C gilt ein Raum ohne wirksame Gegenmaßnahmen grundsätzlich nicht mehr als geeigneter Arbeitsraum. Eine feste Klimaanlagen-Pflicht leitet sich daraus nicht ab – mobile Geräte oder Ventilatoren zählen ebenfalls als Maßnahme –, in der Praxis ist eine Split-Klimaanlage aber oft die wirksamste und wirtschaftlichste Lösung.

Ein oder mehrere Geräte

Ein einzelnes Großraumbüro lässt sich oft mit einer Multi-Split-Anlage abdecken, mehrere kleine Büros oder Praxisräume brauchen meist mehrere Innengeräte oder eine VRF-Anlage für größere Flächen. Wichtig für die Angebotsanfrage: Anzahl und Größe der Räume, ungefähre Personenzahl je Raum, vorhandene Serverschränke oder Technikräume mit eigenem Kühlbedarf und die gewünschten Betriebszeiten.