Der Kältemittelkreislauf in vier Schritten

Das Herzstück jeder Split-Klimaanlage ist ein geschlossener Kreislauf, in dem ein Kältemittel zirkuliert:

  • 1. Verdampfen: Im Innengerät strömt warme Raumluft über einen Wärmetauscher. Das flüssige Kältemittel nimmt die Wärme auf und verdampft dabei – die Luft kühlt ab.
  • 2. Verdichten: Der Kompressor im Außengerät presst das gasförmige Kältemittel zusammen. Dabei steigt seine Temperatur deutlich über die Außentemperatur.
  • 3. Verflüssigen: Im Außengerät gibt das heiße Gas seine Wärme an die Außenluft ab und wird wieder flüssig – deshalb bläst das Außengerät warme Luft aus.
  • 4. Entspannen: Ein Expansionsventil senkt den Druck, das Kältemittel kühlt stark ab und fließt zurück zum Innengerät – der Kreislauf beginnt von vorn.

Warum dieselbe Anlage auch heizen kann

Dreht ein Vier-Wege-Ventil die Richtung des Kreislaufs um, holt die Anlage Wärme aus der Außenluft ins Haus – auch bei Minusgraden steckt dort nutzbare Wärme. In diesem Betrieb ist die Klimaanlage eine Luft-Luft-Wärmepumpe: Aus einer Kilowattstunde Strom werden je nach Außentemperatur drei bis fünf Kilowattstunden Wärme, weil der Strom nur den Transport antreibt, nicht die Wärmeerzeugung selbst.

Was der Inverter macht

Ältere Anlagen kannten nur an und aus. Moderne Inverter-Geräte regeln die Kompressor-Drehzahl stufenlos: Zum Abkühlen läuft die Anlage mit voller Leistung, danach hält sie die Temperatur mit stark reduzierter Drehzahl. Das spart Strom, senkt die Lautstärke und vermeidet das ständige Takten – einer der Gründe, warum sich der Blick auf effiziente Geräte lohnt (mehr dazu im Artikel zum Stromverbrauch).

Warum Monoblock-Geräte demselben Prinzip folgen, aber schlechter abschneiden

Auch ein mobiles Monoblock-Gerät arbeitet mit einem Kältemittelkreislauf – nur sitzen beide Wärmetauscher im selben Gehäuse im Raum. Die Abwärme muss durch einen Schlauch nach draußen, wobei ständig warme Außenluft nachströmt. Das Grundprinzip ist identisch, der Wirkungsgrad systembedingt deutlich schlechter.